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Shopify-Migration

Was kostet eine Shopify-Migration? Preise, Kostentreiber und laufende Kosten

Von Lukas Hanke, Backend, CRM & IntegrationenStand: · 9 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Shopify-Migration kostet am Markt ca. 2.000 bis 7.000 € für einen schlanken Shop, ca. 7.000 bis 28.000 € bei mehreren Schnittstellen und angepasstem Design und ab ca. 30.000 € für Projekte mit mehreren Ländern, B2B, ERP-Anbindung oder Shopify Plus. Den Preis treiben vor allem Schnittstellen, Datenqualität, Design, Apps und internationale oder B2B-Anforderungen, weniger die Zahl der Produkte. Laufend kostet Shopify in Deutschland bei jährlicher Zahlung 27 € (Basic) bis 289 € (Advanced) im Monat, Shopify Plus ab 2.100 €. Vergleicht diese Summe mit Hosting, Wartung, Lizenzen und Upgrades eures Altsystems über drei Jahre. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einem Audit.

Was kostet eine Shopify-Migration?

Die Kosten einer Shopify-Migration hängen von der Ausgangslage ab. Agenturen nennen 2026 öffentlich diese Spannen:

AusgangslageTypische DauerMarktübliche Spanne
Schlanker Shop, unter 500 Produkten, Standard-Theme, kaum Zusatzsystemevier bis sechs Wochenca. 2.000 bis 7.000 €
Mehrere Schnittstellen (Warenwirtschaft, Marktplätze), angepasstes Designacht bis zwölf Wochenca. 7.000 bis 28.000 €
Mehrere Länder, B2B, ERP-Anbindung, Shopify Plusdrei bis sechs Monateab ca. 30.000 €

Die Spannen sind Orientierung, kein Angebot. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach dem Audit, wenn klar ist, welche Systeme mitziehen und in welchem Zustand die Daten sind. Ein Shop mit 150 Produkten und zwei Warenwirtschaften kann mehr kosten als einer mit 20.000 Artikeln und sauberem Datenbestand.

Die Spannen gelten unabhängig vom Altsystem. Was bei Magento, Shopware, WooCommerce oder JTL jeweils anders ist, beschreiben wir in den Artikeln zur Migration von Magento, Shopware, WooCommerce und JTL.

Was steckt in einem Migrationspreis?

Ein vollständiges Migrationsprojekt besteht aus diesen Bausteinen. Fehlt einer im Angebot, taucht er später als Nachtrag auf oder bleibt liegen.

BausteinWas dazugehört
AuditBestandsaufnahme von Erweiterungen, Schnittstellen, Datenqualität und Top-URLs
MappingAttribute zu Metafeldern, Kategorien zu Kollektionen, Erweiterungen zu Apps, vollständige Weiterleitungsliste
DatenmigrationProdukte, Kunden, Bestellungen, Inhalte, Bewertungen, inklusive Testmigration und Delta-Migration am Go-live-Tag
Theme und DesignAnpassung eines Standard-Themes oder eigenes Design
Apps und FunktionenAuswahl und Einrichtung der Apps, Eigenentwicklung für alles, was keine App abdeckt
SchnittstellenWarenwirtschaft, ERP, PIM, Marktplätze, Fulfillment, Newsletter
TrackingGA4, Google Ads, Meta und Consent im neuen Shop einrichten und testen
SEO301-Weiterleitungen, Titel und Beschreibungen, neue Sitemap
Go-live und NachbetreuungUmschalttag, Beobachtung von Rankings, Crawling-Fehlern und Bestellungen über vier bis acht Wochen

Die fünf größten Kostentreiber

Schnittstellen

Jede angebundene Warenwirtschaft, jedes ERP, PIM oder jeder Marktplatz ist ein eigener Baustein mit eigenem Testaufwand. Gibt es einen fertigen Connector, etwa den JTL-Connector für Shopify, geht es um Einrichtung und Tests. Fehlt einer, wird die Schnittstelle entwickelt. Das ist oft einer der größten Posten im Projekt.

Für verbreitete Systeme im DACH-Raum gibt es fertige Shopify-Anbindungen: JTL-Wawi über den JTL-Connector, Xentral über seinen Shopify-Connector, PlentyONE (früher plentymarkets) und Billbee über Apps im Shopify App Store. Laut Xentral laufen darüber zum Beispiel Bestellungen, Bestände, Produktdaten sowie Versandstatus und Trackingnummer. Der Aufwand liegt dann in Einrichtung, Feldzuordnung und Tests: Kommt jede Bestellung mit Zahlart und Versandart richtig an? Stimmen Bestände und Rechnungen? Läuft die Versandmeldung zurück an Shopify? Das prüfen wir vor dem Go-live mit echten Testbestellungen.

Datenqualität

Unsaubere Altdaten zu bereinigen kostet oft mehr als ihr Import. Typische Fälle: Hunderte ungenutzte Attribute, doppelte Kundenkonten, Produkte mit mehr als drei Variantenoptionen, die Shopify nicht abbildet, oder fehlende Bilder und Texte. Je früher das Audit diese Fälle findet, desto günstiger wird es.

Design

Ein angepasstes Standard-Theme kostet einen Bruchteil eines komplett eigenen Designs. Dazwischen liegt ein häufiges Modell: ein solides Theme als Basis, eigene Abschnitte für Startseite, Produktseite und Landingpages.

Apps und Eigenentwicklung

Viele Funktionen aus dem Altsystem gibt es in Shopify als Bordmittel oder App. Was keine App abdeckt, wird als eigene App oder mit Shopify Functions entwickelt. Apps haben außerdem eigene Monatsgebühren, die in die laufenden Kosten gehören.

B2B und mehrere Länder

Firmenkonten, eigene Preislisten, Zahlungsziele, mehrere Sprachen, Währungen und Domains erhöhen den Aufwand für Konfiguration und Tests deutlich. Wer viele Firmenkunden mit eigenen Katalogen hat, landet meist bei Shopify Plus.

Puffer einplanen. Die Agentur Presta empfiehlt in ihrer Kostenübersicht 15 bis 20 % Reserve für Unvorhergesehenes. Das deckt sich mit unserer Erfahrung, dass vor allem Datenqualität und Schnittstellen später Überraschungen liefern.

Interner Aufwand. Abstimmungen, Freigaben, Produktdaten-Checks und Tests auf eurer Seite stehen in keinem Angebot, kosten aber Zeit. Plant dafür eine feste Ansprechperson ein.

Was je nach Altsystem den Preis verändert

Die Spannen gelten für alle Systeme, doch jedes bringt eigene Kostenpunkte mit:

AltsystemWas den Aufwand senktWas ihn erhöht
WooCommerceShopifys eigene Migrations-App unterstützt WooCommerce direktGroße Blogs, deutsche Rechtsplugins, Seiten aus Page-Buildern
MagentoGepflegte Attribute und wenige ExtensionsViele Attribute, konfigurierbare Produkte mit mehr als drei Optionen, eigene Extensions
ShopwareProdukte, Kunden und Bestellungen lassen sich per CSV oder Migrationsdienst übertragenKein offizielles Shopify-Importwerkzeug, Erlebniswelten und Regeln aus dem Rule Builder werden neu gebaut
JTL-ShopBleibt JTL-Wawi, kommen Artikel und Bestände über den JTL-ConnectorKategoriebäume mit mehreren Ebenen, Variationsartikel mit mehr als drei Variationen

Wer noch auf Shopware 5 läuft, hat zusätzlich Zeitdruck, weil seit Juli 2024 keine Sicherheitsupdates mehr kommen. Mehr dazu im Artikel Shopware 5 Supportende.

Laufende Kosten: Shopify gegen euer Altsystem

Die Migration ist eine Einmalinvestition. Die Entscheidung fällt über die laufenden Kosten. Shopify kostet in Deutschland laut offizieller Preisseite:

PlanMonatlich bei jährlicher ZahlungMonatlich bei monatlicher ZahlungGebühr bei externem ZahlungsanbieterPlanpreis über 3 Jahre (jährliche Zahlung)
Basic27 €36 €2 %972 €
Grow79 €105 €1 %2.844 €
Advanced289 €384 €0,6 %10.404 €
Plusab 2.100 €–0,2 %ab 75.600 €

Dazu kommen Apps und Zahlungsgebühren. Mit Shopify Payments fällt keine zusätzliche Transaktionsgebühr an, nur die Gebühr pro Zahlung, bei Basic etwa 2,1 % plus 0,30 € pro Online-Kartenzahlung. Wer einen externen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt die Transaktionsgebühr aus der Tabelle zusätzlich zu dessen Gebühren. Bei 500.000 € Jahresumsatz über einen externen Anbieter sind das im Plan Basic 10.000 € im Jahr, im Plan Advanced 3.000 €.

So rechnet ihr den Drei-Jahres-Vergleich

Legt für drei Jahre nebeneinander:

Altsystem (Magento, Shopware, WooCommerce, JTL-Shop)Shopify
Lizenz oder EditionPlan
Hosting, Server, CDNim Plan enthalten
Wartung, Sicherheitsupdates, Monitoringim Plan enthalten
Lizenzen für Erweiterungen und PluginsApp-Gebühren
Nächstes Major-Upgradeentfällt
Entwicklerstunden für laufende ÄnderungenEntwicklerstunden für laufende Änderungen
ZahlungsgebührenZahlungsgebühren plus ggf. Transaktionsgebühr

Rechnet zur Shopify-Seite die einmaligen Migrationskosten dazu. Liegt die Summe nach drei Jahren gleichauf oder darunter, ist die Migration wirtschaftlich. Liegt sie darüber, braucht es andere Gründe: schnellere Änderungen, weniger Sicherheitsrisiko, bessere Conversion oder neue Märkte.

Wie vergleicht ihr Angebote für eine Shopify-Migration?

Angebote unterscheiden sich weniger im Stundensatz als im Umfang. Diese Fragen machen sie vergleichbar:

  1. Ist ein Audit enthalten oder vorgeschaltet? Ein Festpreis ohne Audit enthält entweder viel Puffer oder viele Ausschlüsse.
  2. Sind Testmigration und Delta-Migration enthalten? Ohne Testlauf mit echten Daten seht ihr Fehler erst nach dem Go-live.
  3. Wer erstellt die Weiterleitungsliste? Sie sollte vollständig im Angebot stehen, mit Prüfung der wichtigsten URLs nach dem Umschalten.
  4. Ist Tracking enthalten? GA4, Google Ads und Meta müssen im neuen Shop vor dem Go-live laufen. Wie das geht, steht in Server-Side Tracking auf Shopify.
  5. Welche Schnittstellen sind konkret genannt? „Anbindung Warenwirtschaft“ reicht nicht. Es sollte drinstehen, welches System, welche Richtung, welche Daten.
  6. Wie lange dauert die Nachbetreuung? Vier bis acht Wochen nach dem Go-live sind üblich.
  7. Wie werden Änderungswünsche abgerechnet? Festpreis mit klarem Nachtragsprozess oder Aufwand nach Stunden.
  8. Auf wen laufen Shopify-Konto, Apps und Domain? Alles sollte auf euch laufen, damit ihr unabhängig bleibt.

Wer die Antworten für zwei oder drei Angebote nebeneinanderlegt, sieht schnell, wo ein niedriger Preis nur einen kleineren Umfang bedeutet.

Wie ihr die Kosten senken könnt

  • Aufräumen vor dem Umzug. Produkte ohne Umsatz, ungenutzte Attribute und Seiten ohne Traffic gar nicht erst mitnehmen.
  • Funktionen hinterfragen. Nicht jede Erweiterung braucht einen Nachfolger. Shopify bringt vieles schon mit.
  • Mit einem Standard-Theme starten. Ein eigenes Design lässt sich nach dem Go-live schrittweise ergänzen.
  • Entscheidungen bündeln. Eine feste Ansprechperson auf eurer Seite verkürzt Abstimmungen und damit die Projektdauer.
  • Go-live außerhalb der Hochsaison. Ein verschobener Termin kurz vor dem Weihnachtsgeschäft kostet mehr als jede Zeile im Angebot.

Für ein Angebot mit belastbarem Preis starten wir mit einem Audit eures Shops. Wie wir dabei vorgehen, steht auf der Seite Shopify-Migration.

Nach dem Go-live: Marketing aus einer Hand

Mit dem Umzug ist der Shop bereit, aber noch nicht ausgelastet. Dasselbe Team, das euren Shop migriert, kann danach eure Meta Ads, Google Ads und das E-Mail-Marketing mit Klaviyo übernehmen. Ihr spart euch eine Übergabe an eine zweite Agentur, und das Tracking steht ab dem ersten Tag, weil wir es beim Umzug selbst eingerichtet haben. Mehr dazu unter Performance Marketing.

Häufige Fragen

Was kostet eine Shopify-Migration für einen kleinen Shop?

Für einen schlanken Shop mit unter 500 Produkten, Standard-Theme und wenigen Zusatzsystemen nennen Agenturen 2026 ca. 2.000 bis 7.000 €. Die Dauer liegt meist bei vier bis sechs Wochen. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach dem Audit.

Warum unterscheiden sich Angebote für eine Shopify-Migration so stark?

Weil sie unterschiedlich viel enthalten. Audit, Testmigration, Weiterleitungen, Tracking und Nachbetreuung fehlen in günstigen Angeboten oft oder stehen als Nachtrag im Kleingedruckten. Vergleicht deshalb zuerst den Umfang und dann die Summe.

Kann ich eine Shopify-Migration selbst machen?

Bei kleinen Shops ja. Shopifys eigene Migrations-App unterstützt WooCommerce und einige andere Quellsysteme direkt. Weiterleitungen, Tracking und Datenprüfung bleiben aber eure Aufgabe. Ab mehreren Schnittstellen oder mehreren tausend Produkten lohnt sich eine Agentur meist.

Was kostet Shopify im Monat?

In Deutschland kostet Basic 27 €, Grow 79 € und Advanced 289 € pro Monat bei jährlicher Zahlung. Shopify Plus beginnt bei 2.100 € pro Monat. Dazu kommen Apps und Zahlungsgebühren.

Brauche ich Shopify Plus?

Für die meisten Shops reicht ein Standard-Plan. Plus lohnt sich bei mehreren Märkten mit eigenen Katalogen, bei B2B mit vielen Firmenkonten oder bei hohem Umsatz über externe Zahlungsanbieter, wo die niedrigere Transaktionsgebühr von 0,2 % den Plus-Preis teilweise ausgleicht.

Wie lange dauert eine Shopify-Migration?

Vier bis sechs Wochen bei einem schlanken Shop, acht bis zwölf Wochen mit mehreren Schnittstellen und drei bis sechs Monate bei Projekten mit mehreren Ländern, B2B oder ERP-Anbindung.

Quellen

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